Neue ehrenamtliche Hospizmitarbeiter/innen gesucht!

Der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ aus Hildesheim und der Ökumenische Hospizdienst Sarstedt e.V. bieten im kommenden Jahr wieder gemeinsam einen Vorbereitungskurs zur Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen auf ihrem letzten Lebensweg an. Auch den Angehörigen stehen sie unterstützend zur Seite - in der häuslichen Umgebung, in Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und in Krankenhäusern. 

Die Vorbereitung auf die Begleitung von Sterbenden im ambulanten und stationären Bereich erfolgt in Anlehnung an das „Celler Modell“, welches sich in drei Teile gliedert. Im Grundkurs werden - neben anderen Ausbildungsinhalten - Fähigkeiten vermittelt, um die eigene Wahrnehmungsfähigkeit zu stärken. In der Praktikumsphase werden die Teilnehmer/innen erste praktische Erfahrungen sammeln. Der letzte Teil besteht aus dem Vertiefungskurs, in dem es verstärkt um die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zum Thema Sterben und Tod geht.

Der Kurs beginnt voraussichtlich im Januar 2023. Er umfasst 14 dreistündige Sitzung (jeweils mittwochs ab 18:00 Uhr), ergänzt durch vier Samstage (jeweils von 9:30 bis 16:30 Uhr),. Natürlich finden der Kurs und die Begleitungen unter strengen Hygiene- und Präventionsmaßnahmen statt. In einem verbindlichen persönlichen Vorbereitungsgespräch mit der Kursleitung werden die besonderen Herausforderungen für diese Aufgabe erläutert.

Die Hospizvereine freuen sich über engagierte Menschen, die die ambulante Hospizarbeit tatkräftig unterstützen möchten. Anmeldungen werden erbeten unter der Telefonnummer des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“ : 05121 - 918 74 62


 

Zeit schenken und das Leben sinnvoll gestalten

„Rückenwind“ für die menschlichen Herausforderungen ihres Amtes soll der Segen für die neuen Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter im Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ sein. Das sagte Oberkirchenrätin Elke Schölper, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, im Einführungsgottesdienst für die  Absolventen und Absolventinnen aus zwei Vorbereitungskursen.

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Einige von ihnen üben ihr Amt bereits längere Zeit aus, da der Abschluss der Fortbildung für sie schon zwei Jahre zurückliegt. Doch wegen Corona wurde die feierliche Einführung immer wieder verschoben. Auch diesmal konnten nicht alle dabei sein: Einige waren in Quarantäne, andere sind beruflich in der Pflege tätig und dort unentbehrlich, wieder andere waren aus persönlichen Gründen verhindert. Den Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche auf dem Gelände der Heimstatt Röderhof leitete Oberkirchenrätin Schölper gemeinsam mit Superintendent Christian Castel, dem Vorsitzenden des Hospizvereins.

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Die 22 neuen Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter haben einen Grundkurs sowie einen Vertiefungskurs mit jeweils neun dreistündigen Lerneinheiten absolviert. Außerdem gehören zwei Monate praktischer Erfahrung zur Ausbildung nach dem Celler Modell. Lerninhalte sind beispielsweise Formen verbaler und körperlicher Kommunikation, die Elemente einer Begleitung oder der Umgang mit Symbolen und Ritualen. Eine der Absolventinnen hat auch bereits eine Zusatzausbildung zur Sterbebegleiterin für Kinder gemacht. Der Hospizverein kooperiert dafür mit dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke.

Wesentlich für die Vorbereitung auf die Aufgabe der Hospizbegleitung sind psychische Belastbarkeit sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zu Sterben und Tod, die Reflexion der eigenen Geschichte und Weltanschauung und der Respekt vor unterschiedlichen Überzeugungen. Denn wie eine Begleitung aussehen soll, darüber entscheiden die Kranken, unterstrich Ingrid Apel im Gottesdienst. „Was uns eint ist, dass wir unser Leben sinnvoll gestalten wollen“, sagte sie zur Motivation der Ehrenamtlichen. Es gehe darum, Zeit zu schenken und den „Alltagskram“ dafür hintenan zu stellen:
„Der Tod zeigt uns unsere Grenzen auf.“

Sigrid Finkbeiner verglich die erste Begegnung mit einem erkrankten Menschen für eine Begleitung mit dem Betreten eines unbekannten Raums: „Ich weiß nicht, was mich erwartet.“ Dorothee Mahler, die nicht selbst dabei sein konnte, schickte ihren Wortbeitrag als Audiodatei: Die Hospizbegleitung sei kein einseitiges Geben, vielmehr sei das Ziel „ein Dialog, der durch gegenseitige Wertschätzung geprägt wird“, sagte sie.

(Text und Fotos: Wiebke Barth, Kultur & Kommunikation Hildesheim)


 

Die Mitgliederversammlung fand am 27.09.2021 im Tagungsanbau des Kirchenamtes Hildesheim statt. 

Die diesjährige Mitgliederversammlung begann nach der Begrüßung des Vorsitzenden, Herrn Superintendent Christian Castel mit einem Bericht über aktuelle Entwicklungen des Vereins. Zentrales Thema war dabei die Hospizarbeit unter den speziellen Bedingungen der Pandemie. Gedankt wurde dabei allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*Innen.

Der Vorstand hat sich inhaltlich zum Thema „assistierter Suizid“ beschäftigt, hierzu viele Informationen gesammelt und verarbeitet. Die Fragestellung wird weiterhin aufgegriffen und ggfs. mit einem Vortrag noch einmal in einer der nächsten Mitgliederversammlungen eingebracht.

Der Gedenkgottesdienst konnte im Jahr 2020 coronakonform, aber leider ohne das wichtige Zusammensein mit Kaffeetrinken im Gemeindehaus zum Austausch im Anschluss. Im Moment besteht die Hoffnung, dass der Gedenkgottesdienst dieses Jahr am 7. November 2021 in bewährter Form durchgeführt werden kann.

Die sozialen Urnenbeisetzungen sind ein wichtiges Angebot des Vereins, ein ausdrücklicher Dank geht an die Organisator*innen, die diese Beisetzungen seit vielen Jahren durchführen und begleiten. 

Erfreulicherweise konnte das Hospizkino am 8. Oktober 2021 mit dem Film „Schwesterlein“ stattfinden.

Nach dem Sachbericht des Koordinationsteams und dem Bericht der Schatzmeisterin erfolgte die Abnahme der Jahresrechnungen 2019 und 2020 einschließlich der Entlastung des Vorstandes in Gänze. 

Der Vorstand wurde für die Dauer von drei Jahren neu gewählt:
Er besteht aus folgenden Personen:

  1. Vorsitzender: Christian Castel, Superintendent 
  2. Stellvertretende Vorsitzende: Elke Schölper
  3. Schatzmeisterin: Cordula Stepper
  4. Schriftführer: Matthias Böning
  5. Mitglied aus den Hospizgruppen: Curt Bakeberg
  6. Mitglied aus den Hospizgruppen:Karin Cornelius

Ebenfalls wurden zwei Revisoren für die Dauer von drei Jahren neu gewählt:

  1. Angelika Cyperski
  2. Gisela Schütz-Frahne

Wenn man in den heutigen Zeiten nicht nur miteinander am Telefon sprechen will, sondern den Gesprächpartner auch sehen will, gibt es viele Möglichkeiten, einer Video-Konferenz durchzuführen. Peter Schütz hat die Plattform JITSI entdeckt, auf der man solche Konferenzen auch in Gruppen durchführen kann.

Die Anleitungen, die er dazu geschrieben hat, sind hier zu finden.


 

Aus technischen Gründen hat der Hospizverein im Ev.-luth. Kirchenkreisverband Hildesheim e.V. Geborgen bis zuletzt eine neue Adresse für die Korrespondenz per E-Mail. Sie lautet:

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Für eine Übergangszeit werden Nachrichten, die an die alte Adresse geschickt werden, an uns weitergeleitet.